Kontakt

Kirby ist das CMS für Designer, die auch das Backend im Griff haben wollen

Content Management Systeme sind das Herzstück vieler mittelgroßer Webseiten. Mit ihrer Hilfe lässt sich der Inhalt einer Website ohne Programmierkenntnisse erweitern, ändern und anpassen. Internetseiten wie Online-Magazine, die durch ihren stetig wachsenden Inhalt definiert werden, könnten ohne CMS praktisch nur von Programmierern betrieben werden, und das wären dann wohl häufig ziemlich lahme Magazine.

Anfang der 2000er Jahre entwickelten sich deshalb die Content Management Systeme, abgekürzt CMS. Ein CMS verwaltet alle Inhalte einer Website und bietet meist eine grafische Oberfläche an, um diese Inhalte zu bearbeiten. So können neue Unterseiten erstellt werden, Inhalte überarbeitet und ausgetauscht oder beispielsweise Blogartikel oder News verfasst werden.

Viele werden bereits mit einem CMS in Kontakt gekommen sein: Wordpress. Wordpress ist mit Abstand das populärste CMS mit einem Marktanteil von gut 60%. Gefolgt von Drupal mit gerade einmal 5%. Weltweit nutzen über 30% aller Websites Wordpress als Schnittstelle zwischen Inhalt und Website.

Doch ist Wordpress immer sinnvoll?

Das ist Marktdominanz. Doch ist Wordpress wirklich immer die richtige Wahl für eine Website? Nicht besonders überraschende Antwort: Nein. Im Gegenteil: Für viele Website ist Wordpress nicht gerade ideal, es ist zu umfangreich, sperrig und unflexibel.

Ursprünglich ist Wordpress eine Blogging-Plattform. Es besitzt eine recht starre Struktur die in Beiträge und statische oder dynamische Seiten unterteilt ist. Diese Struktur aufzubrechen ist selbst für den Entwickler der Website nicht immer leicht, und so sind sich viele Wordpress-Seiten sehr ähnlich im Aufbau und Layout. Hauptnavigation, Posts, Seitenleiste, Widgets Footer: Sehr viele Wordpress Themes basieren auf der gleichen Daten-Struktur.

Diese Struktur ist auch nötig, weil Wordpress sehr viele Features mitbringt, die natürlich organisiert werden wollen. Doch gerade für etwas simplere Seiten ist vor allem das User-Interface von Wordpress, das sogenannte Backend, völlig überladen. Kaum ein Blogger oder ein Anwaltsbüro wird auch nur 25% der Funktionen nutzen, die Wordpress ihnen bietet. Im Backend kann der Besitzer der Website die Inhalte bearbeiten und Seiten hinzufügen oder ändern. Häufig sind die Leute die im Backend etwas bearbeiten wollen also eher unbedarft in der Arbeit mit einem CMS. Und so kann Wordpress schnell überfordern, in eine Sackgasse führen oder gar völlig unerwartete Ergebnisse auf der Website ausspucken.

Es geht simpler

Kirby ist eine kleines in Deutschland entwickeltes CMS. Im Gegensatz zu vielen größeren setzt Kirby nicht auf eine komplexe Datenbank auf, sondern verwaltet alle Inhalte, wie man das von seinem Desktop kennt: in Ordner und Dateien. Ein Ordner ist bei Kirby eine Seite die mit einer .txt mit Inhalt befüllt wird. Dazu kommen dann noch die Dateien, die die Funktion und das Design der einzelnen Seiten definieren. Dafür benutzt Kirby PHP.

Kirbys Umgang mit PHP ist recht simpel und Einsteigerfreundlich, so einsteigerfreundlich, dass ich mit Kirby PHP gelernt habe. Alle Funktionen sind auf der Website dokumentiert und selbst eine kompletter Anfänger kopiert sich in wenigen Stunden seine erste Website zusammen, dank der umfangreichen Dokumentation aller Funktionen auf der Kirby-Website.

Für jede Website das richtige Backend

Für mich mittlerweile das stärkste Argument für Kirby ist das in Kirby 3 hinzugekommene individualisierbare Backend. Schon im Vorgänger konnte man die Eingabemasken für jede Seite anpassen. Diese Funktionen wurden extrem erweitert, das Backend kann nun wie in einem Baukasten aus verschiedenen Feldern zusammengesteckt werden und mit komplexen Funktionen und Verknüpfungen zu anderen Seiten ausgestattet werden. Das Interface ist dabei schlicht und minimalistisch und wischt mit dem überladenen Wordpress-Backend den Boden auf.

So lässt sich die User-Experience auch für den Besitzer der Website extrem individualisieren und so auch auf Leute anpassen, die nicht das Technikverständnis eines typischen Ui/Ux-Designers besitzen. Und die gibt es ja häufig. Mit Kirby kann ich selbst für solche Kunden recht komplexe Content-Strukturen so strukturieren, dass sie ohne Einarbeitung direkt Artikel erstellen oder Texte bearbeiten können. Oder einfach nur das Bild auf der Startseite austauschen (hoffentlich nicht).

Dank Notion habe ich meine Projekt-Notizen, ToDos und Dokumentationen an einem Ort

Mit Notion geht ein neuer Stern am Himmel der Produktivitätstools auf. Ein extrem aufgeräumtes Interface trotz einer Fülle von Funktionen ist nicht das einzig Bemerkenswerte dabei.